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Schenefeld Schenefeld, direkt an der Grenze Schleswig-Holsteins zu Hamburg gelegen, dessen heutiges Stadtgebiet in einem uralten Siedlungsraum liegt, blieb seit seiner ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1256 ein sehr landwirtschaftlich geprägtes Dorf.
Eine Änderung dieser Struktur trat im Grunde erst 1918 ein, als außerhalb des Dorfes eine größere Ansiedlung auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik aus dem 1.Weltkrieg entstand. Dieser Ortsteil wird auch heute noch als Schenefeld-Siedlung bezeichnet, während der ursprüngliche Dorfkern Schenefeld-Dorf oder Altgemeinde genannt wird.
Die Einwohnerzahl Schenefelds stieg im Laufe der Zeit, insbesondere durch viele Flüchtlinge und Evakuierte nach dem Zweiten Weltkrieg, immer weiter an (z.Zt. ca. 18.000) und am 1. Juli 1972 erhielt Schenefeld endlich die lange ersehnten Stadtrechte und hat sich in den letzten Jahren immer mehr zu einem sehr beliebten Wohn- und Wirtschaftsstandort entwickelt.
Einige wesentliche Ereignisse aus der Schenefelder Geschichte
1256 Erste urkundliche Erwähnung von Schenefeld unter dem Namen "Sceneuelde"
1464 Die erste namentliche Erwähnung eines Schenefelder Bürgers unter dem Namen Heyne Hardenbach
1640 Schenefeld kommt unter dänische Herrschaft (bis 1864)
1803 Eine erste Volkszählung ergibt für Schenefeld 391 Einwohner in 90 Haushalten
1900 Die Einwohnerzahl ist inzwischen auf 909 angewachsen
1917 Errichtung der sog. "Munitions-Anfertigungs- und Lagerstelle Schenefeld" auf dem Gebiet der heutigen Siedlung
1918 Beginn des Aufbaus der Siedlung Schenefeld; Keimzelle waren die ehemaligen Militär-Pulverschuppen im Gebiet der heutigen Friedrich-Ebert-Allee
1945 Am 4.März besetzt das britische Militär Schenefeld
1946 Erstmals nach dem Krieg tritt am 4.Dezember eine von den britischen Militärbehörden ernannte Gemeindevertretung zusammen; erster Bürgermeister wird der Tischlermeister Paul Hertrich
1948 Aus Schenefeld wird der Antrag auf Eingemeindung nach Hamburg gestellt, was aber vom Hamburger Senat abgelehnt wird
1950 Von den damaligen 5869 Einwohnern waren ca. 43% Flüchtlinge und Evakuierte aus den Kriegsgebieten
1953 Einweihung der Gorch-Fock-Schule
1955 Die Verlängerung der Staßenbahnlinie von Bahrenfeld bis zum Schenefelder Platz wird eingeweiht und in Betrieb genommen
1962 Die Einwohnerzahl ist auf 10.000 angewachsen
1965 Die Realschule Schenefeld wird mit einer Anfangsklasse gegründet
1968 Einweihung des neuen Rathauses am Holstenplatz
1970 Das Gymnasium Schenefeld beginnt als Zweigstelle des Pinneberger Theodor- Heuss-Gymnasiums seinen Betrieb
1972 Schenefeld werden am 1. Juli die Stadtrechte verliehen
1982 Einrichtung des Jugend- und Kommunikationszentrums JUKS
1991 Eröffnung des Stadtzentrums und Aufnahme partnerschaftlicher Kontakte zu der Stadt Luninez (Weißrussland)
2001 Offizielle Unterzeichnung der Städtepartnerschaft mit Luninez am 30.09.01
2006 Schenefeld feiert seinen 750. Geburtstag und offizieller Beginn der Städtepartner-schaft mit der fränzösischen Stadt Voisins-le-Bretonneux am 20.05.06
J.Wien am 25.10.2006
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